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Die Strecke

Welch ein Erlebnis! Eine nostalgische Fahrt in der ältesten im öffentlichen Betrieb befindlichen Schmalspurbahn, täglich Dampflokbetrieb in wunderschöner ursprünglicher Natur – das alles können Sie bei einer Fahrt mit der Weißeritztalbahn genießen.
Bereits seit 1882 dampft die Schmalspurbahn auf 750 mm Spurweite und gilt wegen ihrer landschaftlichen Vielfalt als eine schönsten Eisenbahnstrecken in Europa. Steigen Sie ein, wir nehmen Sie mit auf eine beschauliche Fahrt ins Osterzgebirge.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur sächsischen Landeshauptstadt Dresden liegt Freital. Der Bahnhof Freital-Hainsberg ist Ausgangspunkt für die Fahrt mit der Weißeritztalbahn. Gleich zu Beginn passiert der Zug das Bahnhofsgelände mit Lokschuppen, Werkstatt und Restaurierungsanlagen für die Lokomotiven. Kurz darauf überquert die Bahn die Gleise der Hauptbahn Dresden – Werdau. Vorbei am Zusammenfluss von Roter und Wilder Weißeritz erreicht die Kleinbahn ihren ersten Haltepunkt, Freital-Coßmannsdorf. Wenig später taucht die Bahn in den wildromantischen Rabenauer Grund ein. Immer wieder überquert der Dampfzug das Flüsschen Rote Weißeritz und schlängelt sich durch ein teils enges, tief eingeschnittenes Felsental. Die Schönheit des Rabenauer Grundes können Wanderer auch bei einer gemütlichen Tour auf dem parallel zur Bahnstrecke und zum Fluss verlaufenden Wanderweg genießen.
Nach einem langen Rechtsbogen ist der Bahnhof Rabenau erreicht. Rabenau und die umliegenden Orte sind für ihre langjährige Stuhlbautradition bekannt. Im Deutschen Stuhlbaumuseum im Rabenauer Stadtzentrum gewinnen Besucher interessante Einblicke in dieses alte Handwerk.
Für die Bahn geht es weiter entlang des Flusslaufes und vorbei an der „Goldstampfe“, einem mächtigen Felsbrocken im Flussbett bis zur nächsten Station, dem Haltepunkt Spechtritz.
Die Trasse steigt nun stark an, und geht über den Lange Grund vorbei am Trompeterfelsen bis sie über das Bahnviadukt den Bahnhof Seifersdorf erreicht. Der staatlich anerkannte Erholungsort Seifersdorf ist ein Ausgangspunkt für Wanderer, hier beginnt der Obere Rabenauer Grund.
Die Dampfbahn fährt nun weiter bergan, bereits jetzt über der Talsohle, bis sie die Talsperre Malter in Höhe der Sperrmauer erreicht. Wenig später erreicht der Zug den Bahnhof Malter, ein weiterer anerkannter Erholungsort entlang der Bahnstrecke. Im Sommer sollten Sie unbedingt die Gelegenheit nutzen, das kühle Nass der Talsperre Malter zu genießen. Vom Bahnhof aus bieten sich Wander- und Radtouren in der Dippoldiswalder Heide oder rund um die Talsperre an.
Der Dampfzug schnauft nun weiter in Richtung Dippoldiswalde. Mit ihrem historischen Stadtkern und dem Lohgerbermuseum lädt die Stadt zum verweilen ein.
Der Bahnhof ist die größte Unterwegsstation der Strecke Freital-Hainsberg – Kurort Kipsdorf und zunächst das Ende einer gemütlichen Dampfzugfahrt.

  • Dampfzug im Rabenauer Grund
  • Weißeritztalbahn überquert das Viadukt über der Talsperre Malter.
  • Der Dampfzug im winterlichen Stadtgebiet von Dippoldiwalde.

Daten | Fakten

Streckenverlauf Weißeritztalbahn
Kursbuchlinie: 513
Streckeneröffnung:

01.11.1882 für die Strecke Freital-Hainsberg – Schmiedeberg

03.09.1883 für die Strecke Schmiedeberg – Kurort Kipsdorf

Länge: Gesamtstrecke 26,3 km, derzeit befahrenes Teilstück Freital-Hainsberg – Dippoldiswalde 15 km
Spurweite: 750 mm
Geschwindigkeit: 30 km/h
Stationen: 13
Bauwerke: 32
Höhenunterschied: 350 m
Höchster Punkt: Bahnhof Kipsdorf, 533,7 m über NN
Besonderheit: Stabbogenbrücke Rabenau, 31,0 m lang
Viadukt Schmiedeberg 191,2 m lang
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